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Claudia Fährenkemper
*1959 Castrop-Rauxel - D

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Metamorphosis Series
Edition of 8, silver gelatine print on fiber based paper / Barytpapier
57 x 46 cm (22,5" x 18") in frame with glass
or 50 x 40 cm (19,7" x 15,8") in frame without glass (box)

>>> Text about  Metamorphosis Series     Deutsch

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Foot of a Tadpole /
Fuß einer Froschlarve
125-01-3

Foot of a Tadpole /
Fuß einer Froschlarve
112-00-4

Foot of a Tadpole /
Fuß einer Froschlarve
11-02-5

Feet of a Tadpole /
Füße einer Froschlarve
5-02-7
 
 
Legs of a Tadpole /
Beine einer Froschlarve
115-01-8

Legs of a Tadpole /
Beine einer Froschlarve
112-00-2

Hands of a Salamander Larva /
Hände einer Molchlarve
44-02-1
   
 
Finger of a Tadpole /
Finger einer Froschlarve
117-01-7

Finger of a Tadpole /
Finger einer Froschlarve
124-01-5

Mouth of a Tadpole /
Mund einer Froschlave
126-01-2

Mouth of a Tadpole /
Mund einer Froschlarve
112-00-9
 
 
Teeth of a Tadpole/
Zähne einer Froschlarve
129-01-6

Teeth of a Tadpole /
Zähne einer Froschlarve
116-01-4

Teeth of a Tadpole /
Zähne einer Froschlarve
4-02-8
   
     
 

In ihren Mikrofotografien bevorzugt Claudia Fährenkemper, sicherlich auch geprägt durch ihre Lehrer Bernd und Hilla Becher, den Zugang in Werkgruppen. Diese heißen Embryo, wenn sie Pflanzensamen aufnimmt, oder Habitus, wenn sie das ErscheinungsbiLd von Kristallen untersucht und deren Würfelschichtungen in unheimlich wirkenden, geometrischen Tiefenräumen präsentiert. Doch stellt sie keine typoLogischen Reihen auf, sondern sucht in jeder Aufnahme am Rasterelektronenmikroskop nach dem individuellen, passenden Bild.
Ihre Gruppe Metamorphosis, die Aufnahmen von Amphibienlarven versammelt, forscht nach den anthropomorphen Formen von Larvenextremitäten. Als klassische, großformatige Schwarz-Weiß-Abzüge im eigenen Labor hergestellt, wirken auf ihren Fotografien die Larven mit ihren silbrig-weißen Konturen vor tiefschwarzem Hintergrund wie fremdartige, aber doch merkwürdig vertraute Wesen. Denn die Hände und Beine erinnern an die Gliedmaßen von Menschen, die einem unheimlichen Mutationsprozess unterworfen wurden, der durch die irritierende Oberflächenstruktur der Körperteile ins Fantastische gesteigert wird. Kleine Verunreinigungen der Präparate, noch nicht ausgeformte Körperpartien im Embryonalzustand, Brüche und Risse in den Präparaten, Verwachsungen und Wucherungen - all dies trägt zur nachhaltigen Verwirrung des Betrachters bei. Diese Fotografien hätten den Surrealisten gefallen, der

Mund einer Froschlarve etwa erscheint wie die Überblendung von zwei der berühmtesten Motive der surrealistischen Kunst, von Jacques-André Boiffards Fotografie Gros orteil, die 1929 in der Zeitschrift Documents publiziert wurde, und Max Ernsts zyklopischen Auge "La roue de La Lumiere", aus der Frottagenserie Histoire naturelle, die 1925 entstand. Fährenkempers Fotografie amalgamiert diese Motive in dem mit doppelter Zahnreihe bewehrten Maul zu einer unheimlichen, mysteriösen Vision eines so nie gesehenen Lebewesens.

Für die Autoren der Zeitschrift Mikrokosmos bieten die Arbeiten Claudia Fährenkempers einen idealen Untersuchungsgegenstand, stellen sie doch besonders eindrücklich ihren spezifisch künstlerischen Zugriff heraus: "Das Besondere Liegt darin, wie die Motive aufgenommen wurden. Der Blickwinkel, unter dem die Objekte betrachtet wurden, ist nicht - wie ein Wissenschaftler vorgehen würde - von den darzusteLLenden Fachinhalten geprägt, sondern eher vom optischen Eindruck, den ein BiLd auf den Zuschauer ausüben soll. Das wird im wesentlichen Maß davon unterstützt, dass die Kontraste ganz außergewöhnlich sind. Kein Naturwissenschaftler käme auf die Idee, seine Objekte in einem derartig steilen und damit sehr eindrücklichen Kontrast wiederzugeben, wie es bei den Fotos von Claudia Fährenkemper die RegeL ist."

 
 

Text von Ludger Derenthal

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© Claudia Fährenkemper
www.claudia-faehrenkemper.com
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